Ein nebliger Tag. Ein heruntergekommenes Herrenhaus und eine höchst sonderliche Familie - das sind die Zutaten zu einer rabenschwarzen Komödie des englischen Theater-Schriftstellers Norman Robbins.
Im Stile eines Comedy - Thrillers erleben wir die Spleens, Schrullen und Sehnsüchte der Familie Henk, die, sehr zurückgezogen lebend, auf einem herrschaftlichen Anwesen, der Testamentseröffnung ihres verstorbenen Vaters entgegenfiebern. Jeder erhofft sich die Erfüllung seiner Sehnsüchte, käme da nicht ein unverhoffter Gast ins Spiel, eine berühmte Schriftstellerin, die in dem Testament besonders bedacht ist. Weil nicht sein darf, was nicht sein soll, werden von allen Beteiligten die schwärzesten Intrigen geschmiedet, Komplotte vorbereitet und Anschläge durchgeführt.
Der Zuschauer taucht ein, rätselt, kombiniert und wird doch immer wieder von neuen und unerwarteten Wendungen in der Geschichte überrascht. Wie im wirklichen Leben erkennt er sich in den Figuren wieder und ist am Ende erstaunt, wie weit Raffgier und Familiensinn führen kann. Dass nebenbei einige nette und besonders auch einige weniger nette Menschen das Zeitliche gesegnet haben ist letztendlich auch der Preis, der dafür zu zahlen ist, seine Ziele zu erreichen, so sind sich die Charaktere der Geschichte einig. Wie aus einem schönen shakespearischen Traum erwacht der Zuschauer nach diesem Theatererlebnis, ist froh, dass seine Welt in einigermaßen geordneten Bahnen verläuft und wird sein Rosenbeet in Zukunft wahrscheinlich mit anderen Augen betrachten, schmunzeln und sich an den Rosen erfreuen.


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